GfZK

Carte Blanche II

20 Jun - 17 Aug 2008

Von 2008 bis Anfang 2010 widmet sich die GfZK privatem Engagement in der Kunst. Elf Privatpersonen und Unternehmen sind eingeladen, ihre Aktivitäten in Form von Ausstellungen darzustellen. Sie erhalten eine Carte Blanche, d.h. es bleibt ihnen überlassen, wie sie die Aufgabe interpretieren bzw. mit welchen KuratorInnen sie zusammenarbeiten wollen. Im Gegenzug übernehmen sie die kompletten Kosten für ihr Projekt.

Carte Blanche II: Leipziger Volkszeitung >LVZ-Kunstpreis + Sammlung<

20.06.2008 - 17.08.2008

Kuratiert von Andreja Hribernik, Barbara Steiner

KünstlerInnen: Claudia Angelmaier, Wolfram Ebersbach, Tamara Grcic, Falk Haberkorn, Jörg Herold, Via Lewandowsky, Rosa Loy, Gerald Müller-Simon, Neo Rauch, Daniel Roth, Yehudit Sasportas, David Schnell, Max Schwimmer, Sebastian Stumpf, Andreas Wachter, Matthias Weischer

Eröffnung am 19.06.2008, 19:00 Uhr

Im Rahmen des Zweijahresprojektes >Carte Blanche< wird am 19.06.08, 19:00 Uhr, die Ausstellung der Leipziger Verlags- und Druckereigesellschaft eröffnet. Diese widmet sich dem Kunstengagement der Leipziger Verlags- und Druckereigesellschaft: Neben einer Auswahl von Kunstwerken, die im Verlaufe von mehreren Jahren zusätzlich zum „LVZ-Kunstpreis“ angekauft wurden, werden zum ersten Mal auch die Erwerbungen aller Preisträger in der Galerie für Zeitgenössische Kunst zu sehen sein.

Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf dem „LVZ-Kunstpreis“, der 1995 zum ersten Mal ausgelobt wurde. Anlass war das 100. Jubiläum der LVZ. Der Preis wird an junge Künstler verliehen, die ein großes Entwicklungspotenzial zeigen. Mit Ausnahme von drei Preisträgern ging der Preis an in Leipzig lebende und arbeitende Künstler. Viele erlebten in den folgenden Jahren eine breite internationale Anerkennung. Der LVZ-Kunstpreis wird alle zwei Jahre vergeben. Er umfasst eine Personalausstellung im Museum der bildenden Künste Leipzig, einen Katalog und 10.000 Euro Preisgeld. Die Preisträger waren bisher: Via Lewandowsky 1995, Neo Rauch 1997, Jörg Herold 1999, Tamara Grcic 2001, Daniel Roth 2003, Matthias Weischer 2005 und Claudia Angelmaier 2007. Im Jahr 2005 gab es zusätzlich einen Anerkennungspreis für Martin Kobe. Heute zählt der LVZ-Kunstpreis zu den begehrtesten und renommiertesten Auszeichnungen im Bereich der Gegenwartskunst.

Neben den Arbeiten der Preisträger sind Werke u.a. von Wolfram Ebersbach, Falk Haberkorn, Rosa Loy, Gerald Müller-Simon, Yehudit Sasportas, David Schnell, Max Schwimmer, Sebastian Stumpf und Andreas Wachter zu sehen.

Hintergrundinformationen erläutern das Engagement der Leipziger Verlags- und Druckereigesellschaft. Diese strukturieren und rhythmisieren den Parcours durch die Ausstellung und lehnen sich im Erscheinungsbild an Gestaltungsprinzipien an, wie sie auch in der LVZ zu finden sind. Das große Fenster zur Karl-Tauchnitz-Straße wird von Kay Bachmann und Philipp Paulsen gestaltet. In Kooperation mit der Leipziger Verlags- und Druckereigesellschaft entwickeln sie eine Kommunikationsfläche nach außen.

Die LVZ wurde schon 1894 mit einer Auflage von 11.000 Exemplaren von Sozialdemokraten gegründet. Um 1914 war die LVZ das wichtigste Sprachrohr des linken SPD-Flügels um Rosa Luxemburg. Im Jahr 1933 verboten, entstand nach dem Zweiten Weltkrieg 1946 eine neue Druckerei und Redaktion. Bis zur Wende 1989 wirkte die LVZ als Organ und Sprachrohr der SED-Bezirksleitung Leipzig. Heute sind an der Leipziger Verlags- und Druckereigesellschaft mbH & Co. KG, welche die LVZ herstellt, je zur Hälfte die Verlagsgesellschaft Madsack GmbH & Co. KG und die Axel Springer Verlag AG beteiligt. Die zwei Verlage hatten die Zeitung 1991 zu gleichen Anteilen von der Treuhandanstalt gekauft. Heute erreicht die Tageszeitung mit neun regionalisierten Ausgaben knapp eine Dreiviertelmillion Leser in Leipzig und Umgebung.

Von 2008 bis Anfang 2010 widmet sich die GfZK privatem Engagement in der Kunst. Elf Privatpersonen und Unternehmen sind eingeladen, ihre Aktivitäten in Form von Ausstellungen darzustellen. Sie erhalten eine >Carte Blanche<, d.h. es bleibt ihnen überlassen, wie sie die Aufgabe interpretieren bzw. mit welchen KuratorInnen sie zusammen arbeiten wollen. Im Gegenzug übernehmen sie die kompletten Kosten für ihr Projekt.

Die Leipziger Verlags- und Druckereigesellschaft hat sich für Andreja Hribernik und Barbara Steiner, KuratorInnen der GfZK, entschieden. In Zusammenarbeit mit Bernd Radestock und Birgit Rebeck wurde die Ausstellung entwickelt.
 

Tags: Claudia Angelmaier, Tamara Grcic, Falk Haberkorn, Jörg Herold, Martin Kobe, Via Lewandowsky, Rosa Loy, Neo Rauch, Daniel Roth, Yehudit Sasportas, David Schnell, Barbara Steiner, A.L. Steiner, Barbara Steiner, Sebastian Stumpf, Matthias Weischer