Kunsthalle Bielefeld

Künstlerräume

Grafiken aus der Sammlung

31 Aug - 20 Oct 2019

Hermann Stenner, Frau auf dem Sofa, 1912, Kohle, Tusche, Ölfarbe, 19,5 x 19,5 cm, Foto: Philipp Ottendörfer
KÜNSTLERRÄUME
Grafiken aus der Sammlung
31 August - 20 October 2019

Bis zum 30.08. präentieren wir Werke aus unserer Sammlung auf einer Etage.
„Künstlerräume“ ab 31.08.2019: Anni und Josef Albers, Ernst Wilhelm Nay, Yoko Ono, Pablo Picasso, Karl Schmidt-Rottluff, Hermann Stenner

Die Ausstellung „Künstlerräume“ erlaubt einen intimen Zugang zu selten gezeigten Zeichnungen und Grafiken von Anni und Josef Albers, Ernst Wilhelm Nay, Pablo Picasso, Karl Schmidt-Rottluff und Hermann Stenner aus der Sammlung der Kunsthalle Bielefeld. Ergänzt werden diese Arbeiten auf Papier durch den Film „Fly“ von Yoko Ono aus dem Jahr 1968/2003, ein Geschenk der Künstlerin an die Kunsthalle Bielefeld anlässlich der Ausstellung „Between the Sky and my Head“ im Jahr 2008. Der Film ist ein herausragendes Beispiel des Sammlungsbereiches der Film- und Fotoarbeiten sowie der neuen Medien in der Grafischen Sammlung der Kunsthalle.

Nach der Jubiläumsausstellung „Bilder einer Sammlung“ und vor dem Schwerpunkt Skulptur in der jahresübergreifenden Ausstellung im Herbst/Winter 2019/20 zeigt die Kunsthalle Bielefeld im Spätsommer eine Auswahl von hochkarätigen Werken aus der Grafischen Sammlung. Die Grafiksammlung der Kunsthalle bildet mit ihren ca. 4.500 Einzelwerken und Mappen den größten Sammlungsbereich des Hauses. Bereits von Beginn der Bielefelder Sammlungstätigkeit Anfang des 20. Jahrhunderts an wurde Grafik gesammelt. Die Kunsthalle besitzt umfangreiche Konvolute von bedeutenden Künstlern des 20. Jahrhunderts. So konnten über die Jahre wichtige Druckgrafiken von Picasso erworben werden. Die Porträtzeichnung seiner Geliebten Dora Maar von Picasso aus dem Jahr 1941 gehört zu den frühesten Ankäufen Gustav Vriesens, der die Sammlung der Kunsthalle entschieden internationalisierte und dabei v.a. nach Frankreich schaute. Ein Glücksfall für Bielefeld war die testamentarisch verfügte Schenkung aus dem Nachlass der nach England emigrierten jüdischen Kunsthistorikerin Rosa Schapire, Freundin und Förderin der „Brücke“-Künstler und vor allem Schmidt-Rottluffs, die 1958 den expressionistischen Grafikbestand des damaligen Kunsthauses um ein Konvolut hochkarätiger Holzschnitte des Künstlers aus ihrer ehemaligen Sammlung bereicherte. Wie sechs kleine Einzelausstellungen ermöglichen die „Künstlerräume“ den Besucher*innen nun ein intensives Eintauchen in die Gedanken- und Bilderwelten der Künstler.