Kunsthalle Göppingen

Pablo Picasso und die Literatur

03 Dec 2017 - 28 Feb 2018

Pablo Picasso, „Le picador“, aus: Jaime Sabartés, „A los toros“, 1961, Farblithografie, 21 x 26 cm, © Succession Picasso / VG Bild-Kunst, Bonn 2017
Pablo Picasso, „Le taureau“, aus: Georges Louis Leclerc, comte de Buffon, „Histoire naturelle“, 1942, Aquatinta / Radierung, 39,5 x 26,5 cm, © Succession Picasso / VG Bild-Kunst, Bonn 2017
Pablo Picasso, „Danseuse“, Frontispiz für Boris Kochno, „Le ballet“, 1954, Farblithografie, 28 x 18,6 cm, © Succession Picasso / VG Bild-Kunst, Bonn 2017
Pablo Picasso, „Peintre et modèle tricotant“, aus: Honoré de Balzac, „Le chef-d’oeuvre inconnu“, 1929, Radierung, 19,4 x 28 cm, © Succession Picasso / VG Bild-Kunst, Bonn 2017
PABLO PICASSO UND DIE LITERATUR
3 December 2017 – 28 February 2018

Zur Eröffnung der Ausstellung „Pablo Picasso und die Literatur“ in der Kunsthalle Göppingen am Sonntag, 3. Dezember 2017, um 18 Uhr laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein.

Grußworte: Guido Till, Oberbürgermeister der Stadt Göppingen; Nicolas François Eybalin, Generalkonsul der Französischen Republik, Stuttgart

Zur Ausstellung: Dr. Melanie Ardjah, Kunsthalle Göppingen; Werner Meyer, Kunsthalle Göppingen

Pablo Picasso (1881–1973) ist einer der bedeutendsten und prägendsten Künstler des 20. Jahrhunderts mit einem beispiellos vielfältigen Werk. In der Kunsthalle Göppingen steht eine bislang kaum bekannte Facette des spanischen Ausnahmetalents im Fokus – seine Auseinandersetzung mit der Literatur.

Zwischen 1905 und 1973 gestaltete Picasso über 150 Künstlerbücher. Dabei interpretierte er Texte von unterschiedlichen Autoren wie dem Barockdichter Luis de Góngora y Argote, Honoré de Balzac, Leo Tolstoi und Jean Cocteau.

Über die Jahrzehnte entstanden Buchprojekte mit u.a. Paul Éluard, Tristan Tzara, Pierre Reverdy, Georges Hugnet und Paul Valéry.

Obgleich viele von Picassos Buchillustrationen Auftragswerke von bedeutenden Verlegern waren, lieferte er Arbeiten, die eine eigene Auseinandersetzung mit der Literatur belegen und eine künstlerische Interpretation statt eines bloßen Umsetzens der Texte beinhalten. Der Künstler experimentierte virtuos mit allen grafischen Techniken und reizte deren Möglichkeiten aus. Die entstandenen Werke offenbaren die besondere Poesie der Bilderwelt Picassos und in jedem Detail sein Interesse an den literarischen Texten. Herausragende Werke der Ausstellung sind beispielsweise Illustrationen zu Ovids „Metamorphosen“ und zu Honoré de Balzacs Erzählung „Le chef-d‘oeuvre inconnu“, in der Einblicke in die Kunstanschauungen seiner Zeit gewährt werden und die Frage nach der Darstellbarkeit des Undarstellbaren gestellt wird. Gleichermaßen sehenswert sind auch die kritische Bilderfolge „Sueño y mentira de Franco“, ein Protest Picassos gegen den faschistischen Diktator, sowie Grafiken zu Prosper Mérimées „Carmen“ und eine Lithografie zu Leo Tolstois „Krieg und Frieden“.
 

Tags: Jean Cocteau, Grafiken, Pablo Picasso, Tristan Tzara