D21

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Taking site!

21 Apr - 04 May 2013

TAKING SITE!
Eine Kooperation zwischen 5533 Kunstraum Istanbul und D21 Kunstraum Leipzig.
Workshop im 5533 Kunstraum, Istanbul, Türkei, und simultan Ausstellung im D21 Kunstraum, Leipzig, Deutschland
21.04. – 04.05.2013

Mit: Ilgin Abeln, Chloë Bass, Anne Baumann, Lars Bergmann, Jan Blessing, Lena Brüggemann, Didem Erk, Constanze Hein, Devrim Kadirbeyoglu, Şefik Özcan, Hannah Sieben, Michael Tolmachev, Burcu Vjunk, Arzu Yayıntaş & Neriman Polat, Mi You

Technische Realisation: westfernsehen.net

Vom 21. April bis zum 04. Mai 2013 wird im D21 Kunstraum Leipzig die sich täglich erweiternde Ausstellung »Taking Site!« zu sehen sein. Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem 5533 Kunstraum in Istanbul (Türkei), in dem zeitgleich ein Workshop mit KünstlerInnen und KuratorInnen aus Deutschland, der Türkei, China, Russland und den USA zum Thema ortsspezifische Kunst stattfinden wird. Der Workshop wird per Livestream ins D21 übertragen. Hier arbeiten Constanze Hein und Jan Blessing (bookbook) mit den Workshop-Ergebnissen aus Istanbul und gestalten so während der Ausstellungszeit den Leipziger Kunstraum. Statt wie sonst üblich bei Ausstellungen mit den Relikten eines abgeschlossenen Prozesses konfrontiert zu werden, akkumuliert sich die Ausstellung im D21 Kunstraum somit als Prozess, den die Besucher beobachten und an dem sie teilhaben können. Während des Ausstellungszeitraums gibt es Vorträge und Performances, die im 5533 stattfinden und mittels Livestream im D21 Kunstraum als Veranstaltung erfahrbar werden.
Der Workshop im 5533 Kunstraum untersucht das Potential ortspezifischer Kunst und die Bedeutung des Ortes in unseren Gesellschaften. Die heute in unserer Gesellschaft herrschende Mobilität stellt das Prinzip der Sesshaftigkeit in Frage, auf dem unsere bisherigen Konzepte von Gesellschaft, Nation und Stadt beruhen. Sowohl Migranten als auch Touristen befinden sich in einem Zustand außerhalb der „Normalität", sie sind weitestgehend entbunden von den Rechten und Pflichten einer staatlichen Gemeinschaft. Trotz der Bildung von Gemeinschaften im Internet, scheinen physische Orte wichtig als Versammlungsorte und konstituierend als Orte politischer Identität. Auch die Arbeitsbedingungen von Künstlern sind heute nomadisch und projektbezogen. Residencies fördern und fordern von den Künstlern Mobilität und gleichzeitig eine Auseinandersetzung mit dem Ort, an dem sie sich nur vorübergehend aufhalten. Einen Status als politisches Subjekt – können ihn Künstler durch ihre Arbeit am (fremden) Ort thematisieren, einfordern, und auf andere übertragen?